ZEP! Visueller Reizgenerator v2
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ZEP! Visueller Reizgenerator v2

Musterumkehrendes Schachbrett zur gezielten Ansprache des magnozellulÀren Systems und des dorsalen Sehstroms. Reizerzeugung, Indikation und Protokoll in einem Werkzeug.

Was sich gegenĂŒber v1 geĂ€ndert hat — bitte einmal lesen

1. Kontrast wird jetzt korrekt ausgewiesen. v1 rechnete Michelson-Kontrast auf 8-Bit-Codewerten. Michelson ist aber ĂŒber Luminanz definiert, und der Bildschirm ist gamma-kodiert. Eingabe „12 %“ erzeugte real ≈ 25 %.

Deine bestehenden Responder bleiben unangetastet. Der Modus Alt-kompatibel erzeugt bitgenau dieselben Codewerte wie v1 und ist Vorgabe. ZusÀtzlich wird angezeigt, welcher Michelson-Kontrast dabei real entsteht. Nur wenn Du bewusst umstellst, Àndert sich der Reiz.

2. Physische Kalibrierung per Lineal statt SchĂ€tzung ĂŒber die Bildschirmauflösung. Damit ist die KachelgrĂ¶ĂŸe gerĂ€tunabhĂ€ngig.

3. Responder-Profile mit GerÀtekennung. Das Werkzeug warnt, wenn es den gespeicherten Reiz auf diesem Bildschirm nicht identisch erzeugen kann.

4. Optionale Fixationskontrolle. Ohne sie ist „Halbfeld links“ eine Absicht, keine Reizbedingung.

5. GrĂŒn/Blau entfernt. Bei gleichem Codewert trĂ€gt GrĂŒn das ~10-fache der Luminanz von Blau — die Bedingung lief mit ≈ 82 % Luminanzkontrast und war das Gegenteil einer Isoluminanz-Kontrolle.

6. Rot ist jetzt ein diffuses Overlay ĂŒber einem achromatischen Muster, nicht ein rot-graues Muster. Nur so entspricht es dem Paradigma, auf das es sich beruft.

7. Abbruch wird getrennt in technisch und symptomatisch. Ein Vollbild-Ausstieg durch eine Systemmeldung verbrennt den Durchgang nicht mehr.

Bevor Du weiterliest. Die Indikationen unten sind ĂŒberwiegend Hypothesen, keine Leitlinien. Jede trĂ€gt eine Evidenzstufe. Was als N=1 markiert ist, beruht auf einer einzigen Person und teilweise auf einer einzigen Messung — das ist eine Beobachtung, keine Erkenntnis. Dieses Werkzeug wird belastbarer, je genauer Du protokollierst, nicht dadurch, dass es ĂŒberzeugend aussieht.

1 · Was willst Du erreichen?

Die Farbe rechts sagt, wie gut das belegt ist: belegt Vermutung Einzelfall umstritten

2 · Parameter

Kalibrierung — mit dem Lineal, nicht geschĂ€tzt

Halte ein Lineal waagerecht an den Bildschirm und miss die Breite des Balkens in Zentimetern. Nicht raten — die KachelgrĂ¶ĂŸe in Grad Sehwinkel hĂ€ngt komplett hiervon ab.
Augen bis BildschirmoberflÀche.

Reizort

Halbfeld: Der Reiz fĂŒllt eine HĂ€lfte, die Fixation sitzt an der Feldkante. Quadrant ist enger und trennt oben von unten.
Ohne Aussparung laufen die Kacheln bis an die Mittellinie. Die makulĂ€re ReprĂ€sentation ĂŒberlappt dort ins andere Halbfeld — die Seitigkeitsaussage wird unsauber. 1° ist ĂŒblich.
An der Feldkante bleibt der Reiz sauber in einem Halbfeld. In der Bildschirmmitte streut er ĂŒber die Mittellinie.

Muster

Der wichtigste Regler fĂŒr die BahnenselektivitĂ€t. Große Quadrate = niedrige Ortsfrequenz = magnozellulĂ€re Gewichtung. Kleine Quadrate verschieben Richtung parvozellulĂ€r.
Magno sĂ€ttigt bereits bei 10–15 % Michelson, Parvo steigt weiter. Hoher Kontrast macht den Reiz unselektiver, nicht stĂ€rker — und provokativer.
Achromatisch ist die Vorgabe. Das Rot-Overlay ist ausschließlich fĂŒr eine bewusste Gegenprobe gedacht, nicht als Trainingsreiz.

Zeit

Eine Umkehrung ist ein halber Zyklus. 16 Umkehrungen pro Sekunde sind 8 Hertz. Beides wird protokolliert, damit Deine Dosisangaben eindeutig bleiben.
Kurz beginnen. Maximum 60 Sekunden.
Das Werkzeug deckt nichts ab. Bei monokular muss das andere Auge physisch abgedeckt werden. Monokular provoziert deutlich weniger.
Der Fixationspunkt dimmt in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden kurz ab. Die Person drĂŒckt jedes Mal die Leertaste. Die Trefferquote wandert ins Protokoll. Unter 80 % gilt der Durchgang als ungĂŒltig — nicht als negativ.

3 · Baseline vor dem Reiz

Ohne Vorher-Werte ist der Durchgang nicht auswertbar. Erst messen, dann reizen.

Zielmarker — Armkreis mit Blickverfolgung

FĂŒnf Kreise hintereinander. Bewertet wird die Übereinstimmung der fĂŒnf, nicht der beste. Zittern und Formtreue. Ein guter Kreis und vier schlechte ist ein schlechteres Ergebnis als fĂŒnf gleiche mittelmĂ€ĂŸige.

GKR vorher

Getrennt nach Rotationsrichtung. Eine einzelne Zahl macht jede Seitigkeitsfrage unbeantwortbar.

Vorbeuge vorher

Globaler Marker. AufwĂ€rmanfĂ€llig — verbessert sich ĂŒber eine Sitzung auch ohne jede Intervention.

Kontext

Ohne Kontext ist ein einzelner Retest nicht interpretierbar.

Sitzungsposition

Der wievielte Reiz heute? Der zweite ist durch AufwÀrmung systematisch bevorteilt.

Bildschirmhelligkeit

Einstellung in Prozent. Mittlere Leuchtdichte steuert die Magno/Parvo-Balance stÀrker als der Kontrast.

Raumlicht

Konstant halten ĂŒber die Serie.

4 · Timing und Sicherheit

Vor dem Start prĂŒfen. Automatische Helligkeit und Nachtmodus beziehungsweise Blaulichtfilter am Bildschirm ausschalten. Beide verĂ€ndern Kontrast und Farbtemperatur und machen die Kalibrierung wertlos. Der Nachtmodus schiebt zusĂ€tzlich ins Rote und arbeitet damit direkt gegen den Reiz.
Risiko. Musterumkehr- und Flickerreize können Kopfschmerz, Übelkeit, Sehstörungen und in seltenen FĂ€llen epileptische AnfĂ€lle auslösen — auch bei Personen ohne bekannte Vorgeschichte. Nicht-photische Faktoren erhöhen das Risiko zusĂ€tzlich: MĂŒdigkeit, Schlafmangel, Erregung, kognitive Vorbelastung.

Sofort abbrechen bei Zickzackmustern oder Flimmern außerhalb des Reizes, Übelkeit, beginnendem Kopfschmerz, Anspringen bekannter Schmerzpunkte oder Benommenheit.

Abbruch jederzeit mit Esc oder ĂŒber den STOPP-Knopf. Nach einem symptomatischen Abbruch kein zweiter Versuch am selben Tag.
Nachbeobachtung. Bei Belastungsintoleranz oder PEM-Relevanz ist der Durchgang erst mit der Nachreaktion nach 24 und 48 Stunden auswertbar. Trag Dir das jetzt ein, nicht spÀter.

5 · Retest nach dem Reiz

Gleiche Marker, gleiche Reihenfolge, gleicher Arm, gleiche Kreisrichtung wie in der Baseline.

Wie ist der Durchgang beendet worden?

Ein technischer Abbruch — Systemmeldung, versehentliches Esc, Vollbild verloren — ist kein Befund. Er macht den Durchgang ungĂŒltig, nicht negativ.

Zielmarker — Armkreis entscheidet

Zielspezifisch und nicht aufwĂ€rmanfĂ€llig. Bei Widerspruch zu den globalen Markern entscheidet dieser hier ĂŒber die Verwendung.

GKR nachher

Vorbeuge nachher

Unmittelbare Reaktion

6 · Protokoll

Zeile fĂŒr den Verlaufslog

Markdown-Tabellenzeile, direkt in Abschnitt 10 der Klientenakte einfĂŒgbar.


  

VollstÀndiges Parameterprotokoll

Damit ist der Durchgang reproduzierbar — auch in drei Wochen, auch auf einem anderen GerĂ€t.


  
Noch offen: Nachreaktion nach 24 und nach 48 Stunden. Trag sie im Verlauf nach, sonst bleibt der Durchgang bei Belastungsintoleranz unbewertbar.

Verlauf

Alle gespeicherten DurchgĂ€nge. PlastizitĂ€t siehst Du im Drift der Vorher-Werte ĂŒber die Serie — nicht im Sofort-Retest.

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